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DGV-Verbandstag

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Der 97. Ordentliche Verbandstag des Deutschen Golf Verbandes (DGV) am 16. April 2016 in Frankfurt am Main ist mit wichtigen Entscheidungen zu Ende gegangen. Die DGV-Mitglieder beschlossen mit großer Mehrheit eine Neuaufstellung der Ausweiskennzeichnung mit dem Ziel, sogenannte Billiggolfangebote einzudämmen und anlagengebundenes Golf zu stärken. 

Die dazu formulierten Anträge des DGV-Präsidiums fanden unter den Mitgliedern einen breiten Konsens. „Die Ergebnisse zeigen, dass eine große Mehrheit der DGV-Mitglieder gewillt ist, dem vom Präsidium vorgezeigten Weg zu folgen. Ich freue mich über die deutliche Zustimmung der Clubvertreter und glaube, dass wir mit den heute getroffenen Entscheidungen für die Zukunft gut aufgestellt sind“, zeigt sich DGV-Präsident Claus Kobold zufrieden.

Die beschlossenen Anträge haben zur Folge, dass die DGV-Ausweiskennzeichnung neu gestaltet wird. Die bisherige Kennzeichnung mit einem Hologramm in Gold oder Silber wird durch eine neue Regionalitätskennzeichnung abgelöst. War bislang das Kriterium für die entsprechende Ausweiskennzeichnung am Club ausgerichtet, wird sie zukünftig von jedem Golfspieler individuell abhängen. Dies beschlossen die DGV-Mitglieder mit 85-prozentiger Zustimmung.

Außerdem stimmte der Verbandstag mit 89 Prozent zu, die Ausrichtung der Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) neu zu schärfen und deren Arbeit auf echte Neugolfergewinnung auszurichten. Zuvor wurde der Vorstand des DGV mit 98 Prozent für das abgelaufene Geschäftsjahr entlastet.

„Mit diesem Verbandstag haben sich die annähernd 400 Delegierten, trotz aller Unterschiedlichkeit, als starke Gemeinschaft präsentiert, die Golf in Deutschland weiter voranbringen will. Ein starkes Signal“, resümiert Alexander Klose, DGV-Vorstand Recht und Services.

Die verabschiedeten Anträge im Detail:

Antragsteller: Mitglieder des DGV-Präsidiums

Antrag 1: Als olympischer Spitzenverband im DOSB vereint der Deutsche Golf Verband alle Varianten des Spiels und möglicher Mitgliedschaftsmodelle unter einem gemeinsamen Dach.

Das anlagengebundene Golf („Clubgolf“) steht wegen der Selbstfinanzierung der Sportart Golf als besonders bedeutend im Vordergrund. Für ein funktionierendes Nebeneinander unterschiedlicher Varianten der Golfausübung und verschiedener Mitgliedschaftsformen kommt der Differenzierung der Greenfees eine besondere Bedeutung zu. Verbandsmaßnahmen haben ihre Bedeutung für die Golfentwicklung, sollten aber so geschärft werden, dass sie die gezielte Differenzierung zwischen Nutzern des Greenfee-Golfs und anlagengebundenen (regionalen) Mitgliedern/Spielberechtigten besser unterstützen.

Ergebnis: Ja 84,85%, Nein 15,15%

Antrag 2.1 Eindämmung sog. Billigangebote (Verwendung DGV-Ausweis/Kleine Golfanlagen)

  • Kennzeichnung des DGV-Ausweises nur für regionale Golfer (Entfernung zur Anlage max. 70 km); sind 85 Prozent der Mitglieder regionale Golfer in diesem Sinne, darf allen Mitgliedern gekennzeichneter DGV-Ausweis ausgegeben werden
  • sonstige Golfangebote erhalten den DGV-Ausweis ohne regionale Kennzeichnung.
  • Aufgabe des aktuellen Kennzeichnungssystems des DGV-Ausweises (silb./gold. Kennzeichnung mit R/vS)
  • Beibehaltung des heutigen Ausweiskontingents von 700 DGV-Ausweisen pro neun Löcher.
  • Reduzierte Rechte für DGV-Mitglieder mit kleinen/kurzen Golfanlagen

Ergebnis: Ja 84,0%, Nein 16,0%

Antrag 2.2 Neuausrichtung der VcG

  • stärkere Fokussierung der VcG auf echte Neugolfergewinnung
  • keine Dienstleistungen, die ausschließlich zum Kerngeschäft der Golfanlagen gehören
  • Beibehaltung des eigenen Ausweises, der nicht dem DGV-Ausweis entspricht
  • Verwendung der an den DGV abgeführten Überschüsse auf Grundlage eines konkreten Verwendungsbeschlusses des Verbandstages

Ergebnis: Ja 89,33%, Nein 10,67%

 

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