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Info Greenkeeping

Uhr von Angéla Schmitt-Lefebvre

Liebe Mitglieder,

dieses Frühjahr gestaltet sich in der Rasenpflege äußerst schwierig. Noch nie habe ich (ich bin seit über 30 Jahren in der Golfbranche) solch lang anhaltende kühle Temperaturen im Frühjahr erlebt. Einhergehend damit, ist die Natur in unserer Region 2 bis 3 Wochen zurück, besonders schwer tun sich dabei die unterschiedlichen Gräser. Wurzelwachstum beginnt bei ca. 8-10 C Bodentemperatur, letzte Woche haben wir 6C gemessen, am 5.Mai! Wir erfahren Wetterextreme, so haben wir am Samstag vor dem AK30 Herren-Ligaspiel -2C und Rauhreif bis morgens um  7:30 auf der Anlage gehabt, am nächsten Tag, an diesem wunderschönen Sonntag, ist das Termometer auf 28C geklettert, innerhalb von 24 Std. ein Temperaturunterschied von 30C, das gibt's nicht so oft! Die Tatsache dieser ständig wechselnden Bedingungen und des verzögerten Wachstums in diesem Frühjahr haben zu großem Stress auf unseren Grüns geführt. Wir haben z.Z. einen erheblichen "Schneeschimmel" Druck, ja Sie haben richtig gehört........Schneeschimmel im Mai. Die niedrigen Temperaturen, die starke Taubildung sowie die ständigen Regengüsse haben dies strk begünstigt. Wir haben bereits einen "Nährstoff-Cocktail" verabreicht der die Wiederstandsfähigkeit der Gräser stärken wird und dazu führen wird, dass die "hässlichen braunen Flecken" schnell regenerieren werden.

Da nun bereits 2 Ligasspiele absolviert sind können wir auch, so wie es das Wetter  zulässt, mechanische Maßnahmen auf den Grüns durchführen. Natürlich brauchen wir aber hauptsächlich endlich mal ein bisschen Wärme und konstante Tag und Nacht-Temperaturen.

Nachfolgend noch ein Artikel von Dr. Günther Hardt, Vorsitzender des Ausschusses "Umwelt und Platzpflege" beim Deutschen Golfverband, besser kann man die Situation in diesem Frühjahr eigentlich nicht beschreiben.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

 

Witterung verzögert den Saisonstart der Gräser

Aufgrund der bisherigen Witterungsbedingungen setzt das Gräserwachstum - in allen Regionen im Bundesgebiet und im Gegensatz zum Vorjahr - in diesem Frühjahr um ca. 2 bis 3 Wochen verzögert ein. Gründe hierfür sind insbesondere die trockenen Monate März und April sowie die derzeit noch anhaltenden kalten Temperaturen, da das Einsetzen der Wachstumsbedingungen erst ab einer Bodentemperatur von ca. 12°C einsetzt bzw. ermöglicht wird. Hinzu kommen für die Pflege und zum Erreichen guter Spielbedingungen auf den einzelnen Spielelementen weitere Herausforderungen bei der Rasenpflege im Frühjahr:

• Niedrige Bodentemperaturen.

• Erholung von Winterschäden bzw. Rasenkrankheiten durch den vielerortsvermehrten Winterspielbetrieb - häufig auch auf             Sommergrüns. Aufgrund der in den Wintermonaten fehlenden Regenerationsmöglichkeit der Gräser leiden diese durch den zusätzlichen Spielbetrieb unter Stress. Folge: Stress macht krank!

• Frühes Bespielen der Rasenflächen, was durch trockene Bedingungen gefördert wird - Golfer freuen sich auf den Saisonstart. 

• Übergang bzw. Vorbereitung vom Winterbetrieb zum Sommerbetrieb durch geeignete Pflegearbeiten.

• Die Auswirkungen notwendiger, intensiver Greenkeeperarbeiten, um die Grundlagen für einen gut bespielbaren Platz über die Saison zu schaffen (Bodenbearbeitung, Besanden, etc.).

 
Trockenheit und Kälte führen nicht nur bei Gräsern, sondern auch bei Greenkeepern zu erhöhtem Stress, die mit allen Hilfsmitteln versuchen, Ihnen vitale, dichte und regenerationsfreudige Grasnarben für ein gutes Spiel zu ermöglichen. Also: für ein gutes Wachstum der Gräser sind vorwiegend Witterungsfaktoren ausschlaggebend!

Greenkeeper Verband Deutschland e.V. - Kreuzberger Ring 64 - 65205 Wiesbaden 

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